PlusX
Kunstraum im Radio
Seit 2020
Co-Kuratorin
PlusX ist ein Kunstraum, der sich den Bereichen Sound, Text und Performance widmet. Das Projekt findet seine Form als monatliche Sendung auf Cashmere Radio sowie in regelmäßigen Veröffentlichungen über die Website. Die eingeladenen Mitwirkenden setzen sich mit Formen des gemeinschaftlichen Zuhörens auseinander und verstehen Sound als eine pulsierende, mit anderen geteilte Erfahrung. Jede gemeinsam entwickelte Arbeit, die on air präsentiert wird, wird Teil eines Archivs, das sich der auditiven Kunstpraxis widmet. Ergänzend erweitern schriftliche Beiträge auf der PlusX-Website das klangbasierte Programm um theoretische Analysen, Lyrik und non-fiktionale Texte. Indem die eingeladenen Künstler*innen wiederum weitere Personen einladen, möchte PlusX ein potenziell grenzenloses Netzwerk von Kollaborateur*innen schaffen. Dabei unterstützt PlusX insbesondere antirassistische, radikalfeministische und queere Stimmen.
PlusX entstand aus dem Wunsch heraus, ein künstlerisches Programm zu schaffen, das die Gründer*innen während ihres Kunststudiums in Berlin vermisst hatten. Anstatt auf institutionelle Möglichkeiten zu warten, begannen sie, eine alternative Gemeinschaft für künstlerische Produktion und Austausch aufzubauen. Da die finanziellen Mittel für einen eigenen physischen Raum fehlten, nahmen sie eine Einladung von Cashmere Radio an und gründeten stattdessen einen Kunstraum im Radio. Seit seiner Gründung versteht sich PlusX zudem als Reaktion auf die zunehmend markenorientierten und marktförmigen Formen des Ausstellungsmachens in seinem Umfeld. Dem setzt das Projekt einen langsameren, kollaborativen und prozessorientierten Ansatz für künstlerische Produktion und gemeinsames Zuhören entgegen. Gina Merz ist neben Jan Kunkel, Nikolas Brummer, Franziska König, Donna Schons und Sebastjan Brank Co-Kuratorin von PlusX.


